Orgel-Blog 12: Aufbau II

Das ist eine der neuen Registerstaffeln – welche, wie unschwer zu erkennen ist, bewusst an die Gestaltung der alten angelehnt sind.

 

 

 

 

 

Eingebaut und verkabelt sind bereits die neuen elektrischen Zusatzladen samt den Registerzugapparaten (Mitte) im Schwellwerk.

 

 

 

 

 

Die Offenflöte ist das neue 8-Fuß-Register im Hauptwerk. Die alte Maßeinheit (Fuß -> ‚) wird seit Jahrhunderten im Orgelbau verwendet und gibt immer die Länge der größten Pfeife eines Registers an. Ein Fuß entspricht einer Länge von 32 cm – also ist das C der Offenflöte 2,56 Meter lang. Die 12 größten Pfeifen stehen nicht im Hauptwerk, aufgrund ihrer Größe hängen sie im Pedal – sind aber nicht von dort aus anspielbar. Die Windversorgung wird dann durch Schläuche hergestellt, die anstelle der Pfeife über dem jeweiligen Bohrloch der Windlade angebracht sind.

 

 

 

Ein Teil dieses Registers ist auch aus Metall gefertigt. Diese Pfeifen wurden heute in die Kirche gebracht und demnächst eingebaut.

 

 

 

 

 

Eine Besonderheit ist die Traversflöte 8′ – diese soll eine Querflöte imitieren. Nun sind die Pfeifen der tiefsten Töne recht lang. Wenn man auf Orgelpfeifen einen Deckel aufsetzt, klingt die Pfeife eine Oktave tiefer und man spart Platz. Noch raffinierter ist die hier angewendete, aber sehr komplizierte spanische Kröpfung: in der Pfeife selbst befindet sich der Teil, welcher zur vollen Länge fehlt.

 

 

 

Nach und nach wandern auch die alten Pfeifen zurück in das Gehäuse. Das Rückpositiv hat schon die Prospektpfeifen (Schauseite) zurück.

 

 

 

Äußerlich ist die Orgel eigentlich fertiggestellt – aber innen ist noch ganz schön was zu schaffen. In den nächsten Tagen werden dann die Pfeifen eingebaut und nach und nach intoniert – also auf den Kirchenraum abgestimmt.

 

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