Orgel-Blog 8: Werkstatt-News III

Das ist der neue Orgelmotor, der nun etwas größer ausfällt als der alte. Ein Vorbalg und der Motor werden nicht mehr in der Orgel aufgestellt, sondern im Turm platziert. Hinter der Orgel befindet sich ein Raum, in welchem schon der Motor der Braun-Orgel (1861-1965) aufgestellt war. Ein entsprechender Durchbruch für die Windkanäle wird noch in den nächsten Tagen geschaffen.

 

 

Der Manualblock wurde zusammengesetzt. Neben den Knöpfen für die Setzeranlage wurde noch ein neues Firmenschild, welches auf die Renovierung 2017 hinweist, und eine Anzeigetafel für die Setzeranlage hinzugefügt. Da man in tausenden Ebenen abspeichern kann, ist ein schnelles Ablesen der Ebene besonders wichtig.

 

 

 

 

Das ist die Rückansicht auf das Spieltischchassis. Man erkennt anhand des hellen Holzes und der isolierten Kabel schnell, was neu ist.

 

 

 

 

 

Die Registerstaffeln wurden neu gefertigt. Die Anordnung der Register hat sich geändert, außerdem gibt es ab sofort nur noch eine freie Kombination (weiße Plastikzüge). Somit konnte man die alten Staffeln nicht mehr verwenden. Die Orgel wird nun anhand eines Schlüssels gestartet. Auch die Registerschilder wurden neu angefertigt – diese müssen nur noch auf den Wippen angebracht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die neuen Register müssen noch Rasterbretter gefertigt werden. Sie gewähren den Pfeifen einen sicheren Halt auf der Windlade.

 

 

 

 

 

Die Orgel erhält wegen der Registererweiterung zusätzliche Windladen. Eine solche ist hier dargestellt: die Kanzellen, also die Zwischenräume, müssen dicht sein, sonst kann Wind entweichen.

 

 

 

 

Die Walldorfer Orgel hat 7 Zungenregister. Diese funktionieren wie ein Holzblasinstrument: eine Zunge (im Orgelbau allerdings aus Metall) wird durch den Spielwind in Schwingung versetzt. Die Zunge liegt auf einer sogenannten Kehle auf, die einen entscheidenden EInfluss auf den Klang der Pfeife haben (für Interessierte:https://de.wikipedia.org/wiki/Orgelpfeife#Kehle_und_Zunge). Das Register Trompete 8′ (Pedal) hat neue Kehlen erhalten. Außerdem werden alle Zungenregister neue Zungen (meist aus Messing gefertigt) erhalten.

 

Ende September sind die Orgelbauer dann wieder in Walldorf und bereiten das Gehäuse auf den Wiedereinbau der Pfeifen und der Technik vor.

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