Grußwort zum Sommer

 

Himmel, Erde, Luft und Meer, zeugen von des Schöpfers Ehr;

meine Seele, singe du, bring auch jetzt dein Lob herzu.

Ach, mein Gott, wie wunderbar, stellst du dich der Seele dar!

Drücke stets in meinen Sinn, was du bist und was ich bin.

(Joachim Neander 1680)

 

Die Sommerferien beginnen jetzt in Walldorf und schlagartig wird es ruhiger werden. Die Schulkinder genießen ihre Ferien, der eine oder andere wird sich in den Urlaub aufmachen. Aber auch hier bei uns ist es schön: Unser Badesee, der Hochholzer Wald, die naheliegenden Weinberge, der Rhein.

Joachim Neander hat schon vor über 300 Jahren ein Lied geschrieben, das die Schönheit der Schöpfung besingt. Er lenkt in seinen Zeilen unseren Blick auf den Himmel und die Erde und lädt uns ein, darin Gottes Wirken zu erkennen. Während des Alltags komme ich kaum dazu, aber nun, wenn es auch in der Kirchengemeinde etwas ruhiger wird, nehme ich mir bewusst Zeit dazu. Ich mag die Sonnenuntergänge in der Rheinebene, ich habe meine Freude an den Störchen vor den Toren unserer Stadt, mir tut die Kühle des Waldes gut und tatsächlich ist es so, dass ich mich Gott dann ein kleines Stückchen näher fühle –und auch mir selbst. Solche Zeiten sind wichtig, um Kraft zu schöpfen. Oder auch um ein wenig loszulassen von dem, was mich in meinem Denken schon lange gefangen hält. Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesegnete Sommerzeit – vielleicht treffen wir uns ja an dem einen oder anderen Ort – oder in unserer schönen Stadtkirche.

Pfarrerin Wibke Klomp

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