Alles Grün? – Der Gründonnerstag und das Tischabendmahl

Alles Grün? – Der Gründonnerstag und das Tischabendmahl am 2. April um 19 Uhr im Gemeindehaus

Am 2. April feiern wir wieder Tischabendmahl: Alle sind eingeladen, ins Gemeindehaus zu kommen. Und wer möchte, bringt auch etwas zu essen mit, das wir im fließenden Übergang vom kurzen Gottesdienst zum Essen miteinander teilen. Salate, Blätterteiggebäck, raffinierte Häppchen – alles ist willkommen und wird gerne verspeist.

Alles darf grün sein, muss aber nicht! Die deutsche Sprache vergisst oft die Bedeutung von alten Ausdrücken und macht etwas Neues daraus. An dieser Stelle ist daraus ein völlig missinterpretierter Feiertag entstanden. Der „Grün“donnerstag hatte nie etwas mit der Farbe zu tun. Er kommt vielmehr vom alten deutschen Wort „greinen“, das meine Großmutter in der Kurpfalz noch kannte und auch im Walldorfer Dialekt nicht unbekannt ist. Es bedeutet „weinen“, weil der Gründonnerstag ein trauriger Tag im Kirchenjahr ist: Die Freunde von Jesus wissen in der biblischen Geschichte an diesem Abend, dass Jesus am nächsten Tag sterben wird. Darum ist das letzte Abendessen mit ihm auch ein trauriges Mahl, eben zum Weinen. Aus dem sprachlich in Vergessenheit gewordenen „greinen“ wurde später der „grüne“ Donnerstag, mit grüner Soße, allerlei Kräutern, Gemüse und Salaten, allesamt grün.

Und nun dürfen wir die Tradition gerne durchbrechen und zum Tischabendmahl auch ganz andersfarbige Speisen mitbringen. Kommen Sie doch dazu, bringen Sie etwas mit und essen Sie mit den anderen zusammen. Die anderen Gäste werden es uns danken!

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