2. Walldorfer Traktorgottesdienst

Bei bestem Wetter kamen sie wieder auf der Festwiese am Bahnhof zusammen: Etwa 250 Menschen aus Walldorf und Umgebung, etwa 45 Traktoren, von denen einige aus dem Odenwald angefahren waren, und drei Musikgruppen: Der Posaunenchor Walldorf, die Walldorf Gospel-Singers und das Kurpfälzer Krummhornorchester.

Die Walldorfer Schlepperfreunde hatten alles vorbereitet – Bierbänke waren aufgestellt, eine kleine Bühne aufgebaut, Strom gelegt und ein kleiner Tisch mit Getränken gegen Spende stand bereit. Und pünktlich um 11 Uhr wurden auf einer Kutsche Uwe Boch von der Evangelischen Gemeinde, Dirk Speder von der Katholischen Gemeinde und Bürgermeister Renschler hineingefahren zu den gut gelaunten Gottesdienstbesuchern.

Mit reichlich Musik von den drei Gruppen versorgt, ging es in einer kurzen Predigt um die Frage, ob man angesichts des Klimawandels mit seinen konkreten Folgen auch in Walldorf und Umgebung nicht eigentlich resignieren müsste. Die Antwort war dann natürlich: Nein! Auch wenn wir der Hitze und der Trockenheit nicht mit einem Fingerschnippen begegnen können und auch wenn wir von Gott nicht erwarten dürfen, dass er das auf unsere Bitten so einfach beendet – Gott macht uns dennoch Mut, das Unsere zu tun und Menschen, Tiere, Pflanzen und die Natur zu schützen. Dazu müssen alle zusammenhelfen. Die Landwirte mit veränderten Haltungs- und Bewässerungsmethoden, oder gleich mit den vielen neuen Pflanzen, auf die derzeit umgestellt wird. Aber auch wir als Konsumenten, die bei steigenden Produktionskosten nicht einerseits Umweltfreundlichkeit und andererseits die immer niedrigen Preise in den Supermärkten fordern können. Es geht also auch darum, unsere so auf den Überfluss ausgerichtete Wirtschaft und Konsumgewohnheiten neu auszurichten.

Nach dem Gottesdienst ging es wieder auf Kutsche und Traktoren und ein langer Konvoi von Schleppern aller Art fuhr durch die Walldorfer Innenstadt, unter der Autobahn hindurch zum Spargelzelt an der Straußenfarm. Dort kehrten alle, die wollten – und das wollten viele – miteinander ein und ließen es sich zum Mittagessen gut gehen.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten, vor allem an die Walldorfer Schlepperfreunde, den Posaunenchor, den Gospelchor und das Krummhornorchester. Es ist eine Freude mit solchen Menschen Gottesdienst zu feiern.

Die Kommentare sind geschlossen.