
Im November wurde der Ältestenkreis unserer Gemeinde gewählt, und nach einigen Monaten des Gewöhnens an die neuen Strukturen einer „Pfarr“gemeinde Walldorf, die nun zur großen „Kirchen“gemeinde Hochhardt gehört, sind wir gut ins Arbeiten gekommen. Da war es Zeit für einen gemeinsamen Tag, der einerseits dem weiteren Kennenlernen diente und andererseits Freiraum für neue Ideen und Ziele für die Gemeindearbeit bieten sollte. Als Ort haben wir uns das Gemeindehaus in Nußloch ausgesucht – es ist leicht erreichbar und dennoch in einer anderen Gemeinde.
Los ging es morgens mit der turnusmäßigen Sitzung, in der die monatlichen Aufgaben von der Entscheidung über die Neuanschaffung oder Reparatur unserer Spülmaschine im Gemeindehaus über anstehende Baumaßnahmen bis hin zur Verteilung der Betreuung der Gottesdienste auf der Tagesordnung standen. Da wird schon einmal heiß diskutiert, wenn es um die zukünftige Gestaltung und Verteilungsform des Gemeindebriefes geht. Schließlich möchte man den Anschluss an eine moderne Berichterstattung über die Gemeinde nicht verpassen.
Das Mittagessen war in bewährter Weise durch selbstgemachte Speisen sehr reichhaltig und gab Kraft für den zweiten Teil des Tages.
Nachmittags stand zu Anfang ein weiteres Vertraut-Werden mit den anderen Ältesten auf dem Programm, bevor wir uns mit der Frage nach der Zukunft der Gemeinde beschäftigt haben: Was wollen wir für Walldorf? Für die Gemeinde, aber auch für die Bedeutung und Rolle der evangelischen Kirchengemeinde in der Stadtgesellschaft? Wie verstehen wir unsere Rolle innerhalb der Kirchengemeinde Hochhardt? Wie wollen wir nach außen wirken? Der Imagefilm der Stadt Walldorf gab den Aufhänger dazu, dass wir Bilder von der Gemeinde sammeln konnten, die doch eher ehrlich unsere Arbeit charakterisieren: Natürlich sind da schöne und fröhliche Menschen dabei, und wir haben viel Spaß in der Gemeinde. Aber wir blenden die schwierigen Seiten des Lebens nicht aus, und Alter, soziale Not, Bildungsarbeit oder beratende Familienarbeit gehören bei uns zum Gemeindeleben dazu. An dieser Stelle werden wir in Zukunft regelmäßig weiterdenken, neue Projekte entwickeln und die Gemeinde fortentwickeln.
Der Tag fand seinen Ausklang in einem gemütlichen gemeinsamen Abendessen in einem Biergarten, und bei allen herrschte das Gefühl, dass wir die neuen Aufgaben, die wir uns selbst stellen werden oder die von außen an uns herangetragen werden, mit dieser Truppe getrost angehen können.
