Wir haben Ferien. Und da viele weg sind, fallen die üblichen Wochenveranstaltungen in der Gemeinde aus. Was nicht wegfällt, sind Beerdigungen, Gespräche und Gottesdienste. Das ist der Kern unserer Arbeit und kennt keine Ferien.
Gerade in der Sommerzeit liegen Gottesdienste, die wichtig sind. Und solche, die großen Spaß machen. Ein Beispiel für Erstere ist der Gottesdienst am Israelsonntag, in diesem Jahr der 9. August. Es ist schwer geworden, über das Verhältnis zum Volk Israel zu sprechen. Weil die Situation im Land Israel so verwirrend ist. Und viele den Staat Israel, als modernes politisches Gebilde mit allen Vor- und Nachteilen, nicht unterscheiden können vom Volk Israel, das in der Bibel und bis heute durch den jüdischen Glauben definiert ist. Und gerade auf einer deutschen Kanzel dafür Worte zu finden, ist angesichts unserer Geschichte mit den Menschen jüdischen Glaubens schwierig. Dennoch gehört es zu unseren Aufgaben, immer wieder daran zu erinnern, welche Schuld das deutsche Volk gegenüber den jüdischen Menschen auf sich geladen hat. Ein spannender Sonntag, den man oft nicht so richtig wahrnimmt.
Ein Beispiel für einen Gottesdienst, der so richtig Spaß macht, ist dann am Ende der Ferien der Traktorgottesdienst. Entstanden aus einer lustigen Idee beim Feuerwehrfest, wurde er im letzten Jahr schnell Wirklichkeit. Als ökumenischer Gottesdienst draußen am Bahnhof auf der Festwiese wird er auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Landwirte und weitere Teammitglieder bereiten den Gottesdienst zusammen mit Uwe Boch und Dirk Speder vor, Bürgermeister Renschler ist wieder dabei. Und für die Musik mussten wir nicht lange fragen, ob auch der Gospelchor und das Kurpfälzer Krummhornorchester wieder mitmachen. Auch der Posaunenchor hat sich angekündigt. Und wenn dann am 6. September wieder mehr als 50 Traktoren im Halbkreis stehen, wir miteinander Gottesdienst feiern und nach dem Gottesdienst durch die Wiesen und die Stadt bis hinüber zum Spargelzelt am Straußenhof fahren, werden wieder viele begeistert dabei sein.
Ja, auch in der Urlaubszeit haben die Gottesdienste ihre Berechtigung – ganz abgesehen davon, dass es uns gut tut, einmal in der Woche zur Ruhe zu kommen.
Kommen Sie doch zum einen oder anderen dazu!
